Tipps und Tricks

der Rasen

Nach einem langen und sehr regenreichen Herbst und Winter sehen viele Rasenflächen in diesem Frühjahr unschön aus. Moos hat sich breit gemacht, sogar Algen konnten sich entwickeln. Mit den ersten warmen und trockenen Frühlingstagen kommt der geeignete Zeitpunkt, etwas dagegen zu unternehmen. Zunächst harken Sie den Rasen mit einem kräftigen Rechen ab und befreien ihn von Ästen, Laubresten u.ä. Eventuell vorhandene Maulwurfshügel werden eingeebnet. Nun steht einem ersten Schnitt nichts mehr im Wege. Rund 1 - 2 Wochen später folgt dann der zweite Schnitt. Er sollte sehr tief durchgeführt werden. Der Rasen wird danach mit Eisen II - Sulfat (Handelsbezeichnung "Eisenvitriol") bestreut. Die genaue Menge entnehmen sie den Herstellerangaben. Seit neuestem gibt es auch ein erstes chemisches Mittel zur nachhaltigen Moosbekämpfung (Handelsname "Mogeton"). Nach 10 - 14 Tagen mähen Sie erneut mit tiefer Einstellung. Danach wird in zwei Gängen über Kreuz vertikutiert. Beim Vertikutieren ist unbedingt darauf zu achten, daß die Vertikutiermesser den Boden nur eben berühren! Nicht fräsen, das regt Unkrautsamen im Boden zur Keimung an. Als nächste Pflegemaßnahme für sehr lückige Rasenflächen empfiehlt sich eine Nachsaat mit einer Zier-, Gebrauchs- oder Sport- und Spielrasenmischung. In weniger lückigen Rasenflächen ist eine spezielle Nachsaatmischung aus sehr konkurrenzfähigen Arten und Sorten besser geeignet. Wichtig ist, daß das Saatgut an den Boden gelangt und Wasser aufnehmen kann, so daß es keimt. Nun werden die Lücken rasch geschlossen und neueste, leistungsfähige Qualitätsrasensorten verbessern Ihren Rasen nachhaltig. Durch den tiefen Schnitt reduzieren Sie gleichzeitig die Konkurrenz der sonst bevorteilten Altgräser. Nach etwa 2 Wochen mähen Sie erneut in der normalen Schnitthöhe von 3 - 4 cm. Geschärfte Messer sind wichtig, um die jungen noch schwach verwurzelten Pflänzchen nicht auszureißen. Nun sollte eine stickstoffbetonte, raschverfügbare Düngergabe folgen. Sie dient dazu, die Seitentriebbildung der jungen Gräser zu fördern und die Konkurrenzkraft dieser Pflanzen zu verbessern. So wird die Narbe nachhaltig dicht und schön. Anschließend mähen Sie Ihren Rasen regelmäßig weiter und geben noch zwei weitere Düngergaben im Juni und Anfang September

... und das Moos

Nutzen Sie das Frühjahr, um Ihren Rasen für den Sommer fit zu machen. Diese Jahreszeit ist ideal, um das Problem Nr. 1 aller Rasenbesitzer zu bekämpfen, das Moos. Tiefes Schneiden ist wichtig Schneiden Sie Ihren Rasen beim zweiten Schnitt einmal sehr tief (tiefste mögliche Stufe). Anschließend mischen Sie Eisen II - Sulfat (Fe SO4, Handelsbezeichnung Eisensulfat) und Ammoniumsulfat ((NH4)2 SO4, Handelsbezeichnung Schwefelsaures Ammoniak ) im Verhältnis 1:1. Diese Mischung bringen Sie anschließend mit 100 - 150 g/m² auf den frisch gemähten Rasen aus (Vorsicht Mischung bringt Rostflecken auf Steine!). Nach dem Absterben des Mooses vertikutieren Nach etwa 14 Tagen werden Sie feststellen, daß das Moos braunschwarz und abgestorben ist. Nun vertikutieren Sie den Rasen 2 mal um 900 versetzt. Das tote Moos läßt sich mühelos entfernen und hinterläßt einen dünnen und lückigen Rasen. Rasen-Neueinsaat nicht vergessen Um zu verhindern, daß in diese Lücken Unkräuter und Ungräser einwandern und um den Rasen gleichzeitig richtig zu regenerieren, ist dies der optimale Zeitpunkt für eine Nachsaat. Dazu brauchen Sie nach einer Moosbekämpfung nichteinmal eine spezielle Nachsaatmischung, da die Konkurrenzkraft des verbliebenen Rasens nahezu ausgeschaltet ist. Die DSV empfielt zu diesem Zweck die strapazierfähige Zierrasenmischung Lippa-Lisuna. Diese Mischung besitzt zum einen Gräser, die die Lücken schnell schließen, zum anderen Gräser, die den feinen und belastbaren Zierrasen ausmachen. Um dem Saatgut den Start zu erleichtern, empfielt sich eine Düngergabe. Bei eventueller Frühjahrstrockenheit sollte der Rasen beregnet werden. Nach einer solchen Frühjahrskur hat Moos so schnell keine Chance mehr in Ihrem Rasen.

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